Wunschendorf/Elster
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| fehlt noch | 140px|Deutschlandkarte, Position von Wunschendorf hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thuringen |
| Landkreis: | Greiz |
| Flache: | 19,45 km² |
| Einwohner: | 3.372 (05/2004) |
| Bevolkerungsdichte: | 173 Einwohner je km² |
| Hohe: | 216 m u. NN |
| Postleitzahl: | 07570 |
| Vorwahl: | 036603 |
| Geografische Lage: | 50° 47' n. Br. 12° 05' o. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | GRZ |
| Gemeindeschlussel: | 16 0 76 084 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Poststr. 8 07570 Wunschendorf/Elster |
| Offizielle Website: | www.wuenschendorf.de |
| Politik | |
| Burgermeister: | Jens Auer (parteilos) |
Wunschendorf ist eine Gemeinde im thuringischen Landkreis Greiz.
| Table of contents |
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1 Geografie
1.1 Gemeindegliederung 2 Geschichte
3 Politik
3.1 Burgermeister 4 Stadtepartnerschaft
5 Kultur und Sehenswurdigkeiten
6 Weblinks
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Geografie
Wunschendorf liegt sudlich von Gera, im Landkreis Greiz, an der Weissen Elster.
Gemeindegliederung
Zur Gemeinde gehoren die Ortsteile Veitsberg (mit Mildenfurth), Cronschwitz, Zschorta, Zossen, Meilitz, Untitz, Posneck und Mosen.
Geschichte
Der Ort und die Pfarrkirche St. Veit wurden um 1100 gegrundet. Die Kirche gehort damit zu den altesten Kirchen des Vogtlandes. Das am Zusammenfluss von Weisser Elster und Weida im heutigen Ostthuringen befindliche Dorf lag am Rand einer slawischen Siedlungskammer um Gera. Darauf weist auch noch der Ortsname hin, der sich von Wendendorf - Windischendorf ableitet. Eine angebliche Grundung von 974, nach der 1974 das eintausendjahrige Bestehen der Kirche St. Veit und somit auch der Beginn der Ortsgrundung gefeiert wurde, ist nachweislich eine gelehrte Erfindung aus dem 16. Jahrhundert. Ebenso ist eine haufig behauptete Burg an dieser Stelle nicht nachweisbar. 1193 wurde unweit des Ortes das Pramonstratenser-Chorherrenstiftes zu Mildenfurth durch die Vogte von Weida als Hauskloster gestiftet. Danach ging der ursprungliche Ortsname Mildenfurth fur Wunschendorf (1209: in slavica villa Mildenvorde) allmahlich auf das Kloster uber. Im Jahr 1238 stiftete Jutta, die Gemahlin Heinrichs IV., Vogt von Weida, mit dem Dominikanerinnenkloster in Cronschwitz ein weiteres Hauskloster fur weibliche Familienangehorige und den niederen Adel. Bis heute blieb nur die Ruine der Kirche erhalten.
1441 erhalt der Erbkretschmar fur Wunschendorf das Recht zu malzen und zu brauen und Bier vom Fass zu schenken.
1563 wendet sich die Gemeinde Wunschendorf an Hauptmann Matthes von Wallenroth mit der Bitte, Handwerkern die Erlaubnis zur Niederlassung in Wunschendorf zu erteilen.
1766 Einwohner Wunschendorfs wollen auf Schloss und Amtshaus Mildenfurth keine Nachtwache mehr tun, mussen deshalb 19 Taler 22 Groschen Strafe zahlen.
1799 reiste ein russischer Grossfurst durch den Neustadter Kreis. Wunschendorf musste dazu 2 Pferde nach Gera stellen und dafur 2 Taler 15 Groschen zahlen. Jeder Burger gab dazu 2 Groschen, 6 Pfennige.
1784 27. 2. wurde die Elsterbrucke durch eine gewaltige Eisfahrt ganz zerstort, der Winter war sehr hart, er dauerte von November 1783 bis Februar 1784.
1786 wurde die neue Elsterbrucke als uber siebzig Meter lange uberdachte Holzbrucke erbaut. Sie ist bis heute erhalten und ein besonderes Kleinod handwerklicher Baukunst.
1816 19. 6. haben Wasserfluten der Elster den Rechen zerbrochen, der als Auffang fur die Holzflosserei gedient hatte, die Ausbesserung kostete 642 Taler.
1818 17.12. Wunschendorf bekommt russische Einquartierung, 6 Offiziere, 80 Soldaten und 90 Pferde.
Von 1719 bis 1804 wurden in der Elster 11.286 Perlen gefunden, die 30.000 Mark einbrachten. Von 1861 bis 1900 fand man 4.562 Perlen und nach 1915 41 Perlen, die Elster hatte in dieser Zeit sehr klares Wasser.
1838 26. 2. Auf der Elster war eine furchtbare Eisfahrt, wobei die Elsterbrucke fast vollig zerstort wurde.
1852 lost Wunschendorf die Hutgemeinschaft mit dem Kloster Mildenfurth auf und zahlt 500 Taler.
1865/66 hort die Holzflosserei auf der Elster auf, Leipzig wird durch die Eisenbahn mit Holz versorgt.
1872 Am 6. Juni 4.00 Uhr gab es furchtbare Erdstosse, welche einige Stunden dauerten. Hauser bekamen Risse, der kleine Kirchturm schwankte hin und her. Menschen fluchteten aus Wohnungen, weil sie den Einsturz der Hauser befurchteten. Zeitungen berichteten von dieser Erderschutterung aus mehreren Gegenden Deutschlands.
1874 Bau der Eisenbahnlinie Wolfsgefarth-Weischlitz und Knotenpunkt der Strecken Gera-Greiz sowie Mehltheuer-Zwickau
1885 brannte die Untermuhle zum Teil ab. Die Brandstatte kaufte Eduard Schulze aus Greiz und erbaute ein grosses Muhlengebaude und Wohnhaus.
1888 Der Tischlermeister Paul Pufe erfand eine Hobelbank mit Banksage fur Hand-, Fuss- und Dampfbetrieb - Reichspatent 43071.
1889 Bau der Eisenbahnverbindungsstrecke Wolfsgefarth-Gera. Danach wurde auch der Bahnhof in Wunschendorf gebaut.
1899/1900 Der Besitzer der Obermuhle Otto Grienitz erbaut das neue grosse Muhlengebaude.
1900 am 22.April wurde ein Schulneubau seiner Bestimmung ubergeben.
1909 Am 1. Pfingsfeiertag, dem 30. Mai fliegt zum ersten Mal das Luftschiff Zeppelin II uber unsere Gegend und erregt grosses Aufsehen.
1910/11 In Wunschendorf wird eine Kanalisation gebaut und auch elektrisches Licht gelegt.
1913 Im Fruhjahr wird mit dem Bau einer Rosshaarspinnerei begonnen und im Herbst der Betrieb eroffnet, Besitzer Emil Heinicke.
Ebenfalls entsteht ein Druckereibetrieb, Formularbedarf (Aktiengesellschaft), in der Fuchstalstrasse.
1920 Das 1873 in Triebes gegrundete Farbenwerk vermierte 1920 als Lithoponewerk in Wunschendorf.
1922 1.10. Mit dem heutigen Tage gehort Wunschendorf zum Landkreis Gera, dazu gehoren die Orte Veitsberg, Mildenfurth und Cronschwitz.
1923 1.4. Die Schulen Wunschendorf und Veitsberg werden verschmolzen. Schule wird 8-klassig.
1924 16.2 Grundung der FFW Wunschendorf.
15. 8. Wunschendorf wird erneut durch Hochwasser betroffen, schwerer als 1829/30, teilweise stand das Wasser 1-1,50m hoch. Fast der ganze Teil des Ortes unterhalb der Bahn war in den Nachmittagstunden uberschwemmt worden.
1925 22.5. Grundung eines Verschonerungsvereins durch Muhlenbesitzer Herbert Schulze.
1927 5.10. Am Verwaltungsgebaude wird das Siegel der Gemeinde und die Bezeichnung ,,Gemeinderat' angebracht.
1929 1.10. Das neuerbaute Postamt eroffnet den offentlichen Betrieb.
1945 22. April Sprengung der weissen Brucke, letztere wurde nur leicht beschadigt, ebenfalls wurde die Meilitzer Brucke gesprengt. Amerikanische Soldaten besetzten Wunschendorf und verhangten ein Ausgehverbot.
1953 1. Mai. Das neu erbaute Landambulatorium sowie die Kinderkrippe werden ihrer Bestimmung ubergeben.
1954 11./12. Juni durch sehr starke Regengusse schwoll die Elster zu einem reissenden Strom an und hatte einen Hochwasserstand von 5,80 m.
Der Elsterdamm bei der Muhle von E. Schulze wurde durch das Hochwasser auf einer Lange von 60 m aufgerissen und fortgespult, so dass die Wassermassen in den Ort einstromen konnten. Die Brunnenstrasse, der Wendenplatz, der Muhlgraben und das Gebind waren vollkommen uberflutet. Die FFW zeichneten sich aus, um die Schaden an Vieh, Hausrat und Gebauden in Grenzen zu halten. Die nach dem Hochwasser stark beschadigte Brucke in Meilitz wird repariert. Die gesamte mannliche Bevolkerung von Wunschendorf war im Einsatz, um den Elsterdamm wieder zu befestigen. Der entstandene Schaden war sehr gross.
1956 Die Wunschendorfer Zentralschule, deren Bau 1949 beschlossen wurde, ist fertiggestellt. Wunschendorf mit dem eingemeindeten Ortsteilen hat 4.650 Einwohner. Eingemeindet sind die Orte Cronschwitz, Untitz, Zossen, Mildenfurth, Meilitz, Posneck.
1956 Mai. Die erste befahrbare Brucke zwischen Wunschendorf und Cronschwitz ist mit Hilfe der Burger fertiggestellt worden. Belastungsgrenze = 2 Tonnen.
1958 6. Juni. Der erste Spatenstich fur den Kindergarten Hortbau.
1960 10.1. Der Schulhort und Kindergarten werden ihrer Bestimmung ubergeben.
1968 Vierbahnkegelanlage fertiggestellt, vorwiegend durch die Kegler in freiwilliger Arbeit.
1971 Die Rekonstruktion der Brucke uber die Elster nach Cronschwitz ist beendet, kann mit 6 Tonnen belastet werden.
1971/72 Im Ortsteil Meilitz wird ein neuer Kindergarten mit 36 Platzen fertiggestellt.
1974 1000-Jahr-Feier der Veitsberger Kirche mit Bischof 0. Breaklein.
1986 Aus Anlass der 200-Jahr-Feier der Holzbrucke Veitsberg findet ein Volksfest mit festlich historischem Umzug statt.
1991 Am 21. Juni wurde die Kirche St. Veit von einen Blitz getroffen, und der nachfolgende Schwelbrand richtete grossen Schaden an.
1992 Abriss des Fabrikgebaudes Wollgarn (Ortsmitte).
1993 20.08. Beginn des 1. Bauabschnittes Ortsmitte.
1993 800-Jahr-Feier Kloster Mildenfurth am 08. September.
1998 Die 212 Jahre alte Holzbrucke wurde fur 1,1 Millionen Mark rekonstruiert. Erneuert wurden beide Widerlager sowie die Aussenbeplankung und das Dach wurde wieder mit Holzschindeln gedeckt.
Politik
Burgermeister
Der derzeitige Burgermeister ist Jens Auer.
Gemeinderat
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 wie folgt zusammen:
- FWGW: 5
- BGW: 5
- CDU: 2
- OWBF: 2
- HuVWuU: 2
Wappen
Das Gemeindewappen, am Rathaus zu betrachten, zeigt einen Pelikan mit seinen Jungen.
Stadtepartnerschaft
Die Partnerstadt von Wunschendorf ist der Ort Taunusstein im Rheingau-Taunus-Kreis.
Kultur und Sehenswurdigkeiten
Zu den Sehenswurdigkeiten zahlen die 1786 errichtete Holzbrucke, die uber 1000-jahrige St.Veit (http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienV/Vitus_Veit.htm)-Kirche und das 1193 von Vogt Heinrich II. von Weida gegrundete Pramonstratenserkloster Mildenfurth.
Weblinks
- http://www.wuenschendorf-online.de/
- http://www.wuenschendorf-elster.de/
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Kategorie: Ort in Thuringen
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